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Ohne Titel

Heimo Zobernig, Ohne Titel, 1993, Öl auf grundierter Leinwand, 150 x 150 cm, Belvedere, Wien, I ...
Ohne Titel
Heimo Zobernig, Ohne Titel, 1993, Öl auf grundierter Leinwand, 150 x 150 cm, Belvedere, Wien, I ...
Heimo Zobernig, Ohne Titel, 1993, Öl auf grundierter Leinwand, 150 x 150 cm, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 10942
© Bildrecht, Wien 2024
Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung/ kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung.
  • Datierung1993
  • Künstler*in (geboren 1958 in Mauthen)
  • ObjektartGemälde
  • Material/TechnikGrundierte Leinwand
  • Maße
    150 × 150 × 4 cm
  • SignaturSign. und dat. rückseitig: Heimo Zobernig 1993
  • Inventarnummer10942
  • Standort Derzeit nicht ausgestellt
  • Creditline2013 Schenkung des Künstlers
  • Inventarzugang2013 Schenkung des Künstlers
  • Das Werk kann als ein Versuch der Visualisierung der Geschichte des "gereinigten Bildes" interpretiert werden. Das Bild im Ausmaß 150 x 150 cm ist rein weiß und quadratisch. Zobernig wählt ein Bildformat, das schon Gustav Klimt wegen seiner ausgeglichenen Formkräfte benutzte. Natürlich ist das Gemälde auch eine Referenz an das weiße Quadrat auf weißem Grund von Kasimir Malewitsch. Im Unterschied zu Malewitsch verzichtet Zobernig jedoch auf das innerbildliche, geometrische Motiv. Das Quadrat ist lediglich Format und nicht mehr Sujet. Dazu ist das Weiß Grundierungsfarbe, also nur Untergrund. Damit wäre angedeutet, dass das Bild potentiell zur Aufnahme von Formen gedacht sein könnte. Malewitsch zielte auf eine Minimalisierung des Unterschieds zwischen Figur und Grund. Zobernig begnügt sich mit der Darstellung der Möglichkeit. Dazu wird bewusst jede Handschriftlichkeit unterbunden, die Leinwand wurde von Zobernig bereits in diesem Zustand von ihm angekauft, auch der Aluminium-Keilrahmen ist von einem Professionisten gefertigt. Dies ist ein Aspekt, der typisch ist für Zobernig, der Unschärfen, Interpretationsbedingungen und den Moment des Arbiträren aufzudecken sucht.

    [Thomas Trummer, 2000, in: Österreichische Galerie Belvedere (Hrsg.), Jahresbericht Belvedere 1998/99, Wien 2000, S. 60-61]