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Ohne Titel

Julia Haller, Ohne Titel, 2014, 5 Tafeln: Knochenleim, Kreide, Eisenoxidpigment auf Leinen, bes ...
Ohne Titel
Julia Haller, Ohne Titel, 2014, 5 Tafeln: Knochenleim, Kreide, Eisenoxidpigment auf Leinen, bes ...
Julia Haller, Ohne Titel, 2014, 5 Tafeln: Knochenleim, Kreide, Eisenoxidpigment auf Leinen, beschichtetes Glas mit Gravur, Eichenholzrahmen; 2 Objekte: Grundierspannplatte, Schrauben, Zinn, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 11189
© Bildrecht, Wien 2024
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  • Datierung2014
  • Künstler*in (geboren 1978 in Frankfurt am Main)
    • GND
    Künstler*in (geboren 1973 in Leoben)
  • ObjektartObjekt
  • Material/Technik5 Tafeln: Knochenleim, Kreide, Eisenoxidpigment auf Leinen, beschichtetes Glas mit Gravur, Eichenholzrahmen; 2 Objekte: Grundierspannplatte, Schrauben, Zinn
  • Inventarnummer11189
  • Standort Derzeit nicht ausgestellt
  • Inventarzugang2014 Ankauf Galerie Meyer Kainer, Wien
  • „Ohne Titel“ bezeichnet eine Installation aus Arbeiten von Julia Haller und Anita Leisz, die von den Künstlerinnen präzise vorgegeben ist und zur Reflexion über die Verbindung und Erweiterung der Genres Malerei, Zeichnung und Skulptur einlädt. Hallers fünf hochformatige Bilder verbinden malerische und grafische Elemente. Die Künstlerin verwendet traditionelle Materialien wie Knochenleim als Grundierung oder schwarzes Eisenoxidpigment, das lasierend aufgetragen wird, um nach den Grundbedingungen des Mediums zu fragen: Was ist Farbe? Was bedeutet Grundierung, kann darin schon eine künstlerische Geste enthalten sein? Ein grafisches Element gleich einer unvollendeten Signatur wird buchstäblich als weitere Ebene eingezogen. In der gemeinsamen Hängung verändern Hallers Bildobjekte auf subtile Weise ihre Größe, dehnen sich in Folge aus, um wieder kleiner zu werden. Die Breite des letzten Teils wird in die Länge von Anita Leisz’ erster Skulptur übersetzt. Leisz nimmt die malerische Referenz in diesem bankartigen Objekt auf, das aus Grundierspanplatten zusammengesetzt ist. Sie greift in ihren erweiterten Skulpturen nicht zuletzt auf Dinge zurück, die uns tagtäglich umgeben: Einrichtungsgegenstände wie Tisch oder Bank, vielleicht ein schnell auf den Haken geworfenes Handtuch. Als Skulptur an der Wand wird ein Zinnband schließlich zur Linie im Raum, die „Bank“ zum abstrakt-monochromen Gemälde. Die scheinbar improvisierte Geste trifft jedoch auf genau durchdachte Präzision, wenn es um die Definition einer bestimmten Form, eines Volumens und einer Masse geht. In dieser Balance und im Interesse für Material und Form als räumliche Referenzsysteme treffen sich Hallers und Leisz’ Arbeiten wiederum.

    [Claudia Slanar, 09/2015]